Sturmlauf von Gottwald von 27 auf Platz 3, Moan siegt

Nach zahlreichen Ehrungen und Terminen ist der Weltcup -  Tross der Nordischen Kombination nun in Lahti (FIN) zu Gast. Neben dem goldenen Quartet aus Turin sind auch David Kreiner, Bernhard Gruber, Willi Denifl und zwei Athleten aus der Trainingsgruppe 2 des ÖSV am Start. Tomaz Drumel (Kärnten, 17 Jahre) und Marco Pichlmayer (Stmk., 18 Jahre) qualifizierten sich bei der Junioren – WM in Slowenien für den A – Weltcup. Damit ist der ÖSV in Finnland mit 9 Athleten beim Kampf um Weltcuppunkte vertreten.
Heute, Samstag stand der Einzelbewerb am Programm. Zu sehr wechselnder Wind ließ am gestrigen Freitag kein Training zu, deshalb wurde heute vor dem Wettkampf lediglich ein Trainingssprung vor dem Probedurchgang abgehalten.

Das Springen auf der HS 130 konnte der Finne Koivuranta für sich entscheiden, er startete vor Moan (NOR + 37 sec.) und Tande (NOR + 57 sec). Bester Österreicher nach dem Springen war der Tiroler David Kreiner auf Platz 6 und 1:04 min. Rückstand auf den Führenden. Die weiteren Österreicher glänzten auf der Schanze heute nicht unbedingt. Christoph Bieler wurde 7. (+ 1:18 min.), Marco Pichlmayer kann als 12. (+ 1:55 min) mit seinem Debüt zufrieden sein, Bernhard Gruber landete auf Platz 14 (+ 207 min.), Willi Denifl erreichte den 19. Rang (+ 2:31 min.), Mario Stecher startete als 23. (+ 2:56 min.), Felix Gottwald als 27. (+ 3:18 min.), Michael Gruber als 33. (+ 3:55 min.) und Tomaz Druml als 44. (+ 5:18 min.).

Im 15 km Rennen machte Magnus Moan relativ schnell klar, dass an ihm an diesem Tag kein Weg vorbei führen wird. Er setzte sich rasch an die erste Position und ließ nie Gefahr aufkommen, diese zu verlieren. Christoph Bieler begann sehr stark, blieb immer in einer schnellen Gruppe und musste lediglich Björn Kircheisen (10. nach dem Springen) vorbei lassen. Schließlich kam auch Felix Gottwald, der wieder wie eine Rakete startete und einen Platz um den anderen gut machte. Ähnlich auch Mario Stecher, der gemeinsam mit Ackermann seine Runden zog und diesen dann im Zielsprint besiegte.
Hinter Moan konnte Björn Kircheisen Platz 2 sicher ins Ziel bringen und Felix Gottwald passierte mit souveräner Bestzeit als 3. die Ziellinie.
Sehr positiv war heute auch die Laufleistung von Christoph Bieler. Er lief ein taktisch kluges Rennen und setzte sich auch im Zielsprint mit Petter Tande durch.
Die weiteren Österreicher platzierten sich wie folgt: Mario Stecher erreichte Platz 15 mit 9. Laufzeit, Bernhard Gruber konnte sich Platz18 sichern, Michael Gruber erreichte noch Platz 24, Marco Pichlmayer konnte als 28. gleich beim ersten Versuch Weltcuppunkte ergattern, David Kreiner konnte seine Laufstärke aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht ausspielen und wurde auf Platz 37 durchgereicht und Tomaz Druml erreichte schließlich Platz 39.
Willi Denifl kam leider auf der Loipe nicht in Schwung und beendete das Rennen vorzeitig.

Morgen geht in Lahti der Sprint über die Bühne, bei dem wieder 9 Athleten für Österreich am Start sein werden.
 

Ergebnis: 1. Magnus Moan (NOR)
      2. Björn Kircheisen (GER)
      3. Felix Gottwald (AUT)
      4. Annsi Koivuranta (FIN)
      5. Andreas Hurschler (SUI)
      6. Christoph Bieler (AUT)

Michael Gruber: „Eigentlich wollte ich nach meiner schlechten Sprungleistung gar nicht mehr laufen, aber die Coaches duldeten diese Entscheidung nicht und stimmten mich um. Zum Glück, denn das Rennen lief gut und motivierte mich für morgen.“
Christoph Bieler: „Endlich bin ich auch auf der Loipe wieder gut in Schuss. Mit diesen Leistungen macht Langlaufen gleich viel mehr Spaß. Woran es liegt, dass ich, wie im Vorjahr, erst in der letzten Periode in Schwung komme, weiß ich auch nicht genau, aber zum Glück haben wir noch 5 Bewerbe.“
Felix Gottwald: „Mit der Leistung auf der Schanze war ich heute überhaupt nicht zufrieden. Umso mehr hab ich mich aber auf das Rennen gefreut und es ging mir richtig gut dabei. Ich bin zurzeit offensichtlich in einer ausgezeichneten Form und bin froh, dass nach der letzten Woche wieder das Sport betreiben im Mittelpunkt meines Lebens steht.“
Mario Stecher: „Leider komm ich einfach nicht recht in Schwung was das Springen betrifft. Läuferisch war ich heute wieder auf meinem gewohnten Niveau. Ich werd mich aber neu motivieren und noch einige Angriffe in Richtung Podium unternehmen.“
Bernhard Gruber: „Ich hab mich in der Loipe sehr wohl gefühlt, aber zum Schluss konnte ich meine Stärken nicht mehr ausspielen, weil niemand mehr in meiner Nähe war, den ich überholen hätte können. Trotzdem bin ich mit dem Resultat zufrieden..“
Cheftrainer Günther Chromecek: „Bei Halbzeit der Veranstaltung, also nach dem Springen, konnte ich mit der Leistung meiner Athleten nicht zufrieden sein. Auf der Loipe zeigte aber der Großteil, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Speziell Felix überzeugte einmal mehr, dass selbst bei aussichtsloser Lage in einem 15 km Rennen noch einiges möglich ist.“


 

 
4.3.06 17:13
 


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