Kein Top Ten Platz für Österreich in Oslo

Der heutige Einzelwettkampf in Oslo endete mit einer herben Enttäuschung für das ÖSV – Team. Bereits nach dem Springen waren die Ausgangspositionen mit Ausnahme von Mario Stecher denkbar ungünstig und auch im 15 km Rennen auf der Loipe war keine Besserung in Sicht.
Das Springen konnte der Franzose Lamy Chappuis für sich entscheiden, hinter ihm starteten der Finne Anssi Koivuranter und Lokalmatador Petter Tande.
Mario Stecher zeigte gute Sprünge und platzierte sich damit als 7. mit 1:11 min. hinter dem Sprungsieger. Da die üblichen Verdächtigen starken Läufer nach dem Springen recht weit zurück lagen, konnte man mit einem Spitzenresultat für den Steirer rechnen. Leider erstickte nach Runde 2 von vier auch diese Hoffnung im Keim, denn Stecher verlor Platz um Platz. Hingegen verbesserte sich Felix Gottwald (40. nach dem Springen, + 3:45 min.) wieder einmal um eine enorme Anzahl von Plätzen.
Petter Tande konnte nach den 15 km als erster vor den Augen des norwegischen Königs die Ziellinie überqueren, er distanzierte Jason Lamy Chappuis und Anssi Koivuranta während des Rennes deutlich und feierte damit wohl seinen schönsten Sieg.
Felix Gottwald erreichte schließlich noch Platz 11, einmal mehr zeigte er mit Abstand die beste Leistung auf der Loipe.
Mario Stecher klassierte sich schlussendlich als 18., Bernhard Gruber (28. nach dem Springen) erreichte den 28. Platz, Michael Gruber (37. nach dem Springen) wurde 35., Willi Denifl (29. nach dem Springen) wurde 37, Marco Pichlmayer (49. nach dem Springen) erreichte Platz 39, und David Kreiner (11. nach dem Springen) kämpft noch immer mit gesundheitlichen Problemen und wurde schließlich 41.
Christoph Bieler (Platz 31) und Tomaz Druml (Platz 45) entschieden sich, nicht an den Start zu gehen und sich für morgen zu schonen.

Ergebnis: 1. Petter Tande (NOR)
      2. Jason Lamy Chappuis (FRA)
      3. Anssi Koivuranta (FIN)
      4. Björn Kircheisen (GER)
      5. Magnus Moan (NOR)
      6. Andreas Hurschler (GER)
 

Michael Gruber: „Nach einem enttäuschenden Springen war es gar nicht so einfach, mich für den Lauf zu motivieren. Aber schließlich sind wir hier, um Wettkämpfe zu bestreiten. Der zweite Sprung lässt zumindest für den morgigen Sprint hoffen“
Christoph Bieler: „Leider muss ich mit einer hartnäckigen Verkühlung kämpfen. Mit dem 31. Platz nach dem Springen wäre es sinnlos gewesen, heute etwas zu riskieren.“
Felix Gottwald: „Ich kam schon im gestrigen Training auf dieser Schanze einfach nicht in Schwung. Umso wohler fühle ich mich zurzeit auf der Loipe, deshalb ist es bitter, dass ich einfach zu wenig weit springe. Morgen gibt es vielleicht zu meinem Vorteil nur einen Sprung, auf den ich mich jetzt sehr gewissenhaft vorbereite, um zumindest in einer Ausgangssituation starten zu können, die auf einen Podestplatz hoffen lässt.“
Mario Stecher: „Unglücklicherweise ist es mir heute wieder passiert, dass nur eines der notwendigen zwei Dinge funktionierte. Nach dem Springen dachte ich wirklich, dass heute einiges möglich ist, aber einmal mehr fand ich nicht den geeigneten Ski für die norwegischen Verhältnisse.“
Cheftrainer Günther Chromecek: „Das war heute die schlechteste Vorstellung meiner Athleten seit langem. Es scheint, als ob bei den Jungs die Luft komplett heraus ist. Natürlich kann ich das als Cheftrainer trotz der großartigen Erfolge nicht dulden und deshalb verlange ich eine gewissenhafte Vorbereitung für den Bewerb morgen und selbstverständlich auch für das Finale in Japan. Zu Felix: er zeigte im zweiten Sprung wieder einen annehmbaren Sprung. Wenn ihm 2 solche gelingen, kämpft er um einen Podestplatz mit. Leider war dies nicht der Fall und damit blieb seine großartige Laufleistung unbelohnt.“

11.3.06 19:19
 


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